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Die Architektur von Walata
beweist uns ihre Fähigkeit, sich an eine so rauhe Umwelt wie
das Wüstenklima anzupassen, ohne den Geschmack an Ornamentik
oder filigraner Ästhetik zu verlieren. Das Stadtzentrum,
von der UNESCO im Jahre 1996 zum Weltkulturerbe erklärt,
ist dafür ein gutes Beispiel.
Jedes einzelne der städtischen Elemente
von Walata entsteht aus einer gewissen urbanen Begabung heraus.
Bei einem Spaziergang durch die örtlichen Strassen stossen
wir auf die Überreste der antiken Stadtmauer und auf verschiedene
Rihab oder kleine Plätze mit einem zentralen Brunnen, auf den
die engen walatischen Gassen zulaufen. Und nicht zu vergessen
die Zullayat: einer Art von überdachten Gassen, die
in den gut durchlüfteten Teilen der Stadt zu finden sind und
die als Versammlungsort, zur Erfrischung oder zur Erholung von der
Hitze für all ihre Bewohner gedacht sind. Von diesen Komponenten
einmal abgesehen, darf eine Beschreibung der walatischen Architektur,
die vollständig sein will, nicht die neuerbauten Stadtteile
oder einige Verwaltungs- und Militärgebäude, die für
eine Grenzstadt wie diese typisch sind, ausser Acht lassen. |
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Auch gilt es auf die Batha
hinzuweisen, Stauwehre, in welchen das Regenwasser aufgefangen wird
und wo sich die Kamel-, Ziegen- und Rinderherden der Bewohner von
Walata und der Nomadenlager der Umgebung, zum trinken versammeln.
Die Farbe der Häuser von Walata ist mit das erste, was dem
Tourist, der die Stadt besucht, auffällt. Sie rührt von
einer Mischung her, die auf das Mauerwerk aufgetragen wird und die
aus Lehmmörtel, Rinderdung, Wasser und Oligistpigment besteht.
Aber diese Gebäude sind auch interessant auf Grund ihrer Struktur,
bei welcher die Funktionalität die Hauptrolle spielt. So zum
Beispiel haben die Ebembi, grosse Bänke, die die Hausfassaden
verstärken, die Aufgabe die Wände gegen Erosion zu schützen
und bilden gleichzeitig eine günstige Sitzgelegenheiten, die
die Bewohner als Treffpunkt für ihre Gespräche in der
Abenddämmerung nutzen.
Die Aufteilung der Räumlichkeiten in einem traditionellen
walatischen Haus, das normalerweise über zwei Stockwerke verfügt,
ist wie folgt:
1. Der Eingang, die dekorierte Fassade.
2. El-hawsh, der Innenhof.
3. Kettu, Aufenthaltsraum im Winter.
4. Segfe, interne Kammer.
5. Derb, Sommersaal.
6. Makem, Lagerraum.
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