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DIE VORGESCHICHTE DES PROJEKTS
Um den Beginn des Entwicklungsprojektes, das Món-3 derzeit
in Walata ausführt, kenenzulernen, müssen wir in die 80er
Jahre zurückgehen, als die spanische Entwicklungshilfe ein integrales
Kooperationsprogramm übernimmt, welches die sozio-ökunomische
und kulturelle Wiederherstellung der Stadt ermöglichen soll..
Mit diesem Ziel starteten im Jahre 1983 Aktionen, die einerseits
darauf ausgerichtet waren, die weitere Beschädigung des kulturellen
Erbes der Bevölkerung von Walata aufzuhalten und andererseits
einen Weg zu eröffnen, der eine effektive landwirtschaftliche
Entwicklung möglich macht. Dieses Programm hatte Gültigkeit
bis zum Jahre 2001, als sich die spanische Vertretung für internationale
Zusammenarbeit entschloss, die NGO Món-3 mit der Ausführung
des Entwicklungsrojektes in Walata zu beauftragen..
Die Leiter von Món-3 fanden, mit Hilfe von Experten, die
in das Gebiet reisten, heraus, dass der bis dahin, mit dem Ziel
der Kommerzialisierung betriebene landwirtschaftliche Anbau aufgrund
der grossen Entfernung von 116km Sandpiste, die zwischen Walata
und dem nächstgelegenen Markt liegt, nicht rentabel war. Món-3
änderte den landwirschaftlichen Kurs in Richtung Eigenverbrauch,
lokalem Verkauf und Artenvielfalt, mit der doppelten Zielsetzung
die lokale Ernährungsbasis zu verbessern, und der Produktion
einen Antrieb zu geben. Darüber hinaus wurde in dieser Zeit
bezüglich der Erhaltung des Kulturgutes deutlich, dass sowohl
die Erhaltung und die Wiederherstellung des architektonischen Erbes,
als auch das Zentrum für Dokumentation im Stich gelassen wurden.
Diese Situation setzte die Manuskripte und die bereits konservierten
Kulturgüter einem hohen Beschädigungsrisiko aus.
Mit Blick auf diese Situation entwickelte Món-3, seit sie die
Leitung des Projektes der sozio-ökunomischen und kulturellen
Wiederherstellung von Walata übernommen hatte, eine Handlungsphilosophie
die folgenden Punkte beinhaltet:
- Der Entwurf einer Strategie zur Übergabe des Projektes
an die Nutzniesser, bei dem sich die Arbeit auf die Wiederaufnahme
des Dialoges mit diesen konzentriert, um ihnen ihre eigene Entscheidungskapazität
im Bezug auf ihre Zukunft und im Besonderen auf ihre konkreten
Entwicklungsstrategien bewusst zu machen. Mit diesem Ziel wurde
die Gründung einer landwirschaftlichen Kooperative unterstützt
und der Anreiz gegeben für die Bildung eines Bürgerkomitees
für die Entwicklung von Walata, um damit ihre zukünftige
Erhaltung zu garantieren.
- Umorientierung der Schwerpunkte der Produktionsaktivitäten
und die Organisation einer neuen ökunomischen Förderungsstrategie,
die sich zusammensetzt aus: Einbehaltung der landwirschaftlichen
Produktion für den Eigenbedarf und den lokalen Markt; Veränderung
der Kultivierung und die gleichzeitige Förderung ihrer Artenvielfalt;
Hervorhebung der Aspekte der kollektiven Produktionsverwaltung
(gemeinsame Verwaltung der Bewässerung, Fruchtanbau, die
Verwaltung der Lagerhäuser und die Verteilung von Treibstoff,
etc.)
- Den Schwerpunkt auf die Entwicklung eines touristischen Sektors
legen, der auf der Wertschätzung der kulturellen Aspekte
und der Umwelt von Walata basiert, verbunden mit den sich entwickelnden
kommerziellen Aktivitäten und dem lokalen Kunsthandwerk,
um somit Walata in den Kreis des grünen Tourismus und des
Kulturtourismus einzuschliessen, die eine Alternative bieten zum
Entwicklunsmodell eines Tourismus, welcher an ausländische
Firmen gebunden ist und auf einer exotischen Folklore beruht,
die so gut wie gar nicht die lokalen kulturellen Werte respektiert.
- Der Entwurf einer Arbeitsstrategie bezüglich der kulturellen
Wiederherstellung, die das Konzept der Wiederherstellung des materiellen
Erbes durch das Konzept der Wiederherstellung der Kultugüter
ersetzt, um die unterschiedlichen Aspekte der kulturellen Wiederherstellung
als eine geschlossene Einheit zu behandeln.
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